Pucksack_naehen

Pucksack nähen

Wende-Pucksack für Anfänger

Ideal für Nähanfänger und absolut niedlich: In weniger als einer Stunde könnt ihr diesen tollen Wende-Pucksack für Neugeborene ganz einfach selbst nähen. Das ideale Geschenk für frisch gebackene Eltern. Angenehme Träume für süße Babys.
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Als Vorlage für den Pucksack habe ich mir einen genommen, den wir bereits Zuhause haben und der dem Kleinen gut passt. Der eigentliche Sack hat eine Länge von 40cm, oben eine Breite von 25cm und am breitesten Teil nach ca. 2/3 des Sacks eine Breite von 35cm. Damit das schön symmetrisch ist, solltet ihr es im Bruch zuschneiden. Von diesem Teil braucht ihr insgesamt 4 Stück, jeweils 2 in einem Stoff.
Dazu braucht ihr noch 2 Teile aus Bündchenstoff in einer Breite von je 19cm und einer Höhe von 20cm.
Für das Bündchen solltet ihr wirklich Bündchenstoff nehmen. Für den eigentlichen Sack könnt ihr je nach Jahreszeit nehmen, was euch beliebt. Ich habe hier zwei Baumwollstoffe mit süßen Kindermotiven genommen und da der Stoff mit den Fliegern sehr dünn war noch ein Volumenvlies auf die Rückseite gebügelt. Dadurch entsteht ein schöner Pucksack für den Sommer.

Nach dem Zuschnitt wird der Stoff erstmal soweit möglich zusammen gesteckt. Dazu nehme ich die beiden Fliegerstoffe und lege sie rechts auf rechts zusammen und stecke bis auf den oberen Rand alles ab. Danach nehme ich den Eulenstoff, markiere mir mit Stecknadeln die spätere Wendeöffnung am unteren Rand und stecke die Seiten wieder zusammen. Bei welchem der Stoffe ihr die Wendeöffnung macht, ist dabei ganz euch überlassen. Da ich aber bei dem Stoff mit den Fliegern den Volumenvlies aufgebügelt habe, lässt sich der andere Stoff leichter von Hand nähen, weshalb ich mich für diesen mit der Wendeöffnung entschieden habe.
Die beiden Teile des Bündchens stecke ich an der linken und rechten Seite auch rechts auf rechts zusammen.

Dann geht es an die Nähmaschine. Stich und Stichweite ist dabei natürlich vom jeweiligen Stoff abhängig. Für die Webware, also den nicht dehnbaren Baumwollstoff hier, habe ich einen einfachen geraden Stich verwendet und die Ränder mit einem Zickzack-Stich versäubert. Beim Bündchen dagegen arbeite ich mit einem kurzen Zickzack-Stich, damit der Stoff weiterhin dehnbar bleibt, ohne dass die Nähte zu reißen drohen.

Im nächsten Schritt legt ihr das Bündchen so zusammen, dass es der Höhe nach halbiert ist und die rechte Seite außen und innen ist. Achtet dabei darauf, dass die Nähte aufeinander liegen. Dann geht ihr hin und legt alle vier Nähte aufeinander und markiert euch mit einem Zwick die Mitte auf den beiden Seiten. Ein Zwick ist ein kleiner Einschnitt am Stoff, der später in der Naht verschwinden wird. Also bitte wirklich nur ein paar Millimeter weit einschneiden – natürlich an der offenen Seite.
Beim Eulenstoff markiert ihr euch auch mit einem Zwick die Mitte von Vorder- und Rückseite und dreht dann den ganzen Stoff so, dass die rechte Seite nach außen zeigt.
Beim Fliegerstoff markiert ihr nur die Mitte von Vorder- und Rückseite mit je einem Zwick und macht nichts zweiter.

Dann werden die Stoffe zusammen gesteckt. Dazu steckt ihr erst das Bündchen in den Fliegerstoff, sodass die Öffnung des Bündchens nach außen zeigt. In das Bündchen hinein steckt ihr dann noch den Eulenstoff, ebenfalls mit der Öffnung nach außen.
Das sieht auf den ersten Blick ganz schön chaotisch aus, aber da helfen euch nun die Nähte und Zwicke. Die Seitennähte von allen drei Stoffen müssen aufeinander liegen. Das steckt ihr euch als erstes mit Nadeln fest. Danach steckt ihr euch mit Nadeln die Zwicke von allen drei Stoffen in der Mitte der Vorder- und Rückseite zusammen. Das Bündchen müsst ihr dabei dehnen, die anderen Stoffe könnt ihr in diesem Fall gar nicht dehnen. Solltet ihr dehnbare Stoffe verwenden, solltet ihr sie aber dennoch hier nicht dehnen, sondern wirklich nur das Bündchen. Um auf Nummer sicher zu gehen, stecke ich die Stoffe dann in der Mitte zwischen Zwicken und Nähten auch noch jeweils einmal zusammen und gehe dann wieder an die Nähmaschine, um das vorsichtig zusammen zu nähen und die Ränder zu versäubern.

Im Anschluss wird der ganze Pucksack einmal durch die Wendeöffnung gezogen und damit gewendet. Nun ist er auch fast schon fertig, nur dass ihr die Wendeöffnung noch mit einer geheimen Naht verschließen müsst. Das geht übrigens am einfachsten, wenn ihr den anderen Stoff einfach etwas nach oben zieht. Dann liegt der Eulenstoff in diesem Fall glatt auf dem Tisch und lässt sich besser stecken und dann von Hand nähen. Bei der geheimen Naht stecht ihr immer in die Innenseite des Stoffes direkt unter der Kante ein. Der Faden darf sich dabei nicht überkreuzen. Wenn ihr am Ende der Öffnung angekommen seid, könnt ihr sie dann einfach zuziehen und verknoten. Der Faden ist dann nicht mehr sichtbar.

Damit ist mein Pucksack auch schon fertig und ich kann euch verraten, dass mein Kleiner seelig darin schläft. Mir gefällt die Lösung mit einem Pucksack gerade für Neugeborene auch besser als ein ganzer Schlafsack, der oftmals noch etwas zu groß ist und bei dem es immer so aussieht als würde das Baby gleich hineinrutschen. Wenn euer Kind schon etwas älter ist, solltet ihr mal schauen, ob ihr ihn vielleicht ein bisschen größer näht. Gerade für die Breite des Bündchen könnt ihr euch dabei an Schnittmustern von Pumphosen gut orientieren.
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